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Durchfall
Irgendwo im Netz habe ich einmal gelesen, dass Durchfall fast immer
eine Herausforderung für den Tierarzt darstellt und meiner Erfahrung nach
stimmt dies auch. Ich habe selbst zwei Kater, Bazi und Simba, die sehr
lange mit Durchfall kämpften und alle Tierärzte, die wir konsultiert haben, konnten uns
nicht helfen. Glücklicherweise haben wir dann doch noch eine Tierärztin
gefunden, die unseren Katzen helfen konnte.
Dem Durchfall kann eine Schutzfunktion zukommen, wenn schädlicher
Darminhalt damit rasch wieder nach aussen befördert wird. Er stellt
deshalb zunächst einen durchaus zweckmässigen und mitunter
bedeutungsvollen Entgiftungs- und Reinigungsvorgang dar, weil mit seiner
Hilfe alle möglichen unverträglichen Dinge auf dem schnellsten Wege aus
dem Organismus entfernt werden, die nicht akzeptabel oder gar
gesundheitsschädlich sind. Solange er sich in physiologischen Grenzen hält,
gilt es lediglich, regulierend im Sinne einer diätetischen oder
psychischen Entlastung einzugreifen. Erst bei drohender Entgleisung dieses
Reinigungsprozesses und Schwächung des Patienten sind wir berechtigt,
echte therapeutische Maßnahmen zu ergreifen. Andernfalls blockieren wir
wichtige Ausscheidungsvorgänge, wenn wir etwa sofort bedenkenlos
"stopfende" Mittel einsetzen.
In vielen Fällen aber ist der Durchfall auch Folge eines
Krankheitsprozesses. Als Ursache kommen zum Beispiel folgende Erkrankungen
in Betracht:
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Vergiftung
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Parasitenbefall (Würmer,
Giardien, Kokzidien)
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Begleitsymptom
einer Infektionskrankheit (Katzenseuche, FIP, FIV, Leukose)
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akute oder
chronische Darmentzündung
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Infektionen mit
Bakterien, Pilzen
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ausstrahlende
Erkrankungen seitens anderer Verdauungsorgane wie Magen, Leber,
Bauchspeicheldrüse
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Allergien (gegen
bestimmte Nahrungsmittelkomponenten, Menschen, Situationen, etc.)
und Autoimmunkrankheiten
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Die exakte klinische Differenzierung und
Klassifizierung muss dem Tierarzt überlassen werden. Wenn Ihr Eure Katze
dem Tierarzt wegen Durchfall vorstellt, ist es am besten, wenn ihr bereits
eine Kotprobe (evtl. von zwei verschiedenen Kotproben) mitbringen könnt.
Sehr viele der genannten Erkrankungen kann man im Labor (oder mit
geeigneter Ausrüstung auch beim TA) feststellen. Für weitergehende
Untersuchungen sollte der Tierarzt eine Blutprobe entnehmen, um z.B. die
Beteiligung der Leber oder eine Infektionskrankheit auszuschließen.
Ich
möchte hier jetzt nicht auf die diätetischen Massnahmen eingehen, denn
diese sind bereits desöfteren im www beschrieben. Worauf ich aber
nochmals hinweisen möchte, ist, dass die Katze unbedingt immer Zugang zu
frischem Wasser hat. Bei Kleinkatzen sollte möglichst umgehend ein
Tierarzt zu Rate gezogen werden.
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